Tee-Großhandel

Der erste ist der Beste: Shincha

 

Der erste Grüne Tee, die allererste Ernte. Shincha, Shin japanisch für neu und Cha japanisch für Tee. Wortwörtlich: der neue Tee. Der neue Grüne Tee schmeckt überaus spritzig, extrem facettenreich und ist besonders gesund. Früher war der Shincha ausschließlich und exklusiv dem japanischen Kaiser (Tenno) und dem Adel vorbehalten. Heute ist der erste Shincha und die Shincha-Ernte ein Ereignis, das ganz Japan erwartet und feiert.

Die Feierlichkeiten und der Kult rund um den ersten Shincha in Japan sind in etwa vergleichbar mit dem ersten Jungwein hierzulande – dem Primeur in Frankreich, dem Vino joven in Spanien, dem Novello in Italien oder dem Heurigen in Österreich.

Eigene Shincha-Feste in den Anbauorten besitzen oft über Jahrhunderte Tradition. Jeder Teehändler, der etwas auf sich hält, serviert den frischen Tee. Ja, sogar spezielle Pop-Up-Lokale werden eröffnet, in denen fast nur der junge Shincha ausgeschenkt wird. Auf mehrtägigen Volksfesten und Märkten in nahezu jeder größeren Stadt präsentiert man und trinkt jeder den jungen Grüntee. Der Beste wird gewählt und ausgezeichnet.


Der erste Shincha wird heiß erwartet.



Der erste steht dabei schon im Vorhinein fest. Die subtropischen Inseln ganz im Süden von Japan besitzen einen klimatischen und natürlichen Vorteil. Auf den Pazifikinseln Tanegashima und Yakushima beginnt die Shincha-Ernte aufgrund der milden und höheren Temperaturen schon Ende März. Also, nur etwa 66 Nächte nach dem japanischen Frühlingsbeginn, dem 4. Februar.

Der Shincha wird damit schneller geerntet, als in der gemäss der traditionellen Überlieferung beschriebenen Zeit von 88 Taunächten nach Frühlingsbeginn, die der Grüne Tee zur ersten Reife braucht.

Achtung, fertig: Shincha! Der erste Shincha ist ein sehr begehrter Genuss.

Danach wandert die Shincha-Ernte immer weiter bis zum nördlichsten Teeanbaugebiet Ibaraki – von Tokio circa 100 km in Richtung Norden. Dort wird der Shincha erst gegen Ende Juni gepflückt.


Die Kraft, die das Grün in die Pflanzen treibt.



Von der letzten Ernte des Vorjahres bis zur ersten Reife des Jahres hat die Teepflanze Zeit sich zu erholen, zu gedeihen und zu wachsen.
Aufgrund der niedrigeren Temperaturen wächst sie nur sehr langsam. Viele wertvolle Inhaltsstoffe bilden sich deswegen in höherer Konzentration aus. Eine Abdeckung der Pflanzen (Beschattung) von bis zu drei Wochen kurz vor der Ernte fördert die vermehrte Bildung von Nährstoffen noch zusätzlich.
Der Tee ‘kämpft‘ quasi ums Licht, indem er mehr Chlorophyll bildet, damit er mehr aus weniger Sonnenstrahlen holen kann. Tee-Connaisseure können sich an intensiveren Aromen und gesünderen Nährstoffen erfreuen.

Stehen die Teepflanzen einmal im vollen Saft wachsen die Knospen und Blätter wesentlich schneller. Die späteren, die zweite und die dritte, Pflückungen bieten – im Vergleich zur ersten – deutlich weniger Vitamine, Nähr- und Inhaltsstoffe.


Shincha ist gesund, gesund, gesund.



Für Shincha werden nur besonders junge, zarte und weiße bis hellgrüne Triebe, Knospen sowie Blätter gepflückt.
Diese besitzen durch die Kraft des Frühlings und das Erwachen der Natur besonders viele Vitamine, Aminosäuren (L-Theanin), ungesättigte Fettsäuren Alpha-Linolensäure sowie den höchsten Anteil an den starken Antioxidantien, den Catechinen.

Catechine übertreffen in ihrer Wirkung Vitamin C und Vitamin E gegenüber freien Radikalen und neutralisieren diese. Aufgrund dessen werden ihnen viele positive Anti-Aging-Eigenschaften zugeschrieben. Sie schützen vor Hautschäden durch UV-Strahlung und wirken gegen die Alterung der Haut. Sie unterstützen die Senkung des Cholesterins und verhindern, dass sich schlechtes LDL-Cholesterin bildet. So reduzieren Catechine die Bildung von Plaques sowie Arteriosklerose und beugen gegen Arterienverkalkung sowie Herzkrankheiten vor.[1]


Perfektion in Tee. Tee in Perfektion.



Shincha beeindruckt mit einem einzigartigen spritzig-frischen und zugleich satt-vollmundigen Geschmack. Darüber hinaus verführt ein mehr an Umami (japanisches Wort für Essenz und Köstlichkeit) sowie eine runde, harmonische Süße. Oder um in Superlativen zu sprechen, Shincha gilt als der edelste, wohlschmeckendste, nährstoffreichste und gesündeste aller Senchas.

Je nach Anbaugebiet, Teegarten. Terroir, Mikroklima umfasst das Geschmacksspektrum die komplette Vielfalt von normalen Senchas – nur, dass der Shincha wesentlich frischer, spritziger, intensiver schmeckt und eben mit mehr Umami und Süße aufwartet.

Shincha – einzigartige Farbe, einzigartiger Genuss

Eine (keine) Frage des Aufgusses.



Die Zubereitung von Shincha ist ähnlich wie die Zubereitung von hochwertigem Sencha, Gyokuro und Kabusecha. Als Faustformel gelten
2 gehäufte Teelöffel auf
0,2 bis 0,3 Liter weiches Wasser
50 - 60 Grad
1 bis 1 ½ Minuten Ziehzeit


Shincha eignet sich besser als alle Grünteesorten für mehrmalige Aufgüsse. Hier kann jeder experimentieren, um seinen idealen Geschmack zu finden. Die Teeblätter müssen zwischen den Aufgüssen immer feucht bleiben. Und je öfter aufgegossen wird, desto kürzer können die Ziehzeiten werden. Manche wählen für den letzten Aufguss Ziehzeiten unter 20 Sekunden.


Die Zeit ist limitiert. Die Menge ist limitiert. Die Haltbarkeit ist limitiert.



Für die erste Pflückung der jungen Blätter und Triebe ist nur wenige Tage Zeit (mitunter nur zwei,
drei Tage). Dabei muss der Wettergott mitspielen. Der Shincha kann nicht im Regen geerntet werden. Die Teeblätter verderben sonst. Regnet es hingegen zwei Tage vor der Ernte gewinnt der Shincha an Qualität.

Shincha – einzigartige Farbe, einzigartiger Genuss

Selbst, wenn Japan zu den größeren Teeanbaugebieten zählt, so ist insgesamt gesehen der Shincha sehr limitiert. Zumal circa die Hälfte der ersten Ernte in Japan bleibt. Weltweit steigt das Interesse und die Nachfrage Jahr für Jahr.


Shincha – wer zu spät kommt, dem bleibt nur die Hoffnung.



Früher sagte man, Shincha behält seine perlige Frische, seine Umami-Aromen und den etwa doppelt so hohen Feuchtigkeitsgehalt (circa 5 %) nur wenige Wochen nach der Ernte. Und nur in dieser Zeit offenbart ein Shincha seinen einzigartigen Genuss.

Mit modernen Kühlanlagen, geschlossenen Kühlketten oder speziellen Vakuumverpackungen lässt sich die frische Spritzigkeit und die Haltbarkeit eines Shinchas etwas verlängern.

In der Praxis jedoch wird Shincha nur bis zum Sommer angeboten – also maximal zwei bis drei Monate. Dann ist Shincha entweder ausverkauft oder der Shincha wurde zu einem ‚normalen‘ Grüntee (meist Sencha) mit circa 2 % Feuchtigkeit. Die besonderen spritzigen und einzigartigen Shincha-Aromen sind dann ‘verdunstet‘.

Um das aromatische Mundgefühl eines spritzig-frischen Shinchas zu erleben, muss man sich dann ein Jahr gedulden. Und hoffen, dass der neue Shincha im nächsten Jahr genauso einzigartig schmeckt wie der diesjährige.

Tja, die guten Dinge im Leben sind eben oft etwas seltener.





Quellen:
1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19668087

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