Tee-Großhandel

Kaffee vs Tee

Wieso ich als Kaffee-Junkie zum Tee konvertierte: Bekenntnisse eines 'addicts', der beide Seiten liebt/e.

Eine Teemanufaktur macht einen Tee-Kaffee-Vergleich? Alles klar, denkt die Leserin, der Leser. Dazu zwei Dinge: erstens die Fakten von Tee sowie Kaffee. Und zweitens der Schreiber könnte auch Texte für Kaffee verfassen, hat sich aber für Tee entschieden. Zugegeben nicht sofort, vielmehr war es eine Odyssee durch Länder und die Zeit.

Aufgewachsen in der Wiener Kaffeekultur liebte ich es in den traditionsreichen, etwas überlebten Wiener Kaffeehäusern zu sitzen. Eine Melange, dazu das berühmte Wasserglas, Löffel obendrauf.

Oder die italienische Espressobar: caffe´ doppio, per favore. Die Elixier-Maschine wurde angeworfen, klopfte, dampfte und zischte. Und der Barista war der personifizierte gute Geschmack. Zuhause pfiff der Espressokocher. Im Büro ratterte die Kaffeemaschine. Ich genoss die absolute Rundum-Versorgung an Kaffee.
Der Wechsel von Kaffee zu Tee geschah nicht von heute auf morgen. Zuerst ließ ich den Zucker weg. Zwei Monate später den Kaffee und entdeckte Tee.

Kaffee oder Tee? Der Aroma-Vergleich


Mit circa 600 verschiedenen Aromen kann Kaffee aufwarten. Ganz natürlich und naturbelassen ist Kaffee dabei nie. Kaffee muss immer geröstet werden! Erst die Maillard-Reaktion verleiht dem Kaffee seinen typischen Geschmack, den ich geliebt habe.

Je mehr Tee ich probierte, desto mehr Geschmack entdeckte ich. Tee kann ganz fein sowie feinwürzig nach frischen Kräutern schmecken und mit zarten, floralen Akzenten verführen. Auch Gemüse-Noten unter anderen grüne Bohnen, Spinat und Fenchel entfalten sich immer wieder im Tee.
Manche Teesorten erinnern durchaus an Weißwein ‒ pfeffrig, nussig und nach Zitrusfrüchten, weißen Holunderblüten, Honigmelonen sowie nach Aprikosen. Auch bei Geschmacksrichtungen, die jeder eher dem Rotwein zuordnet, kann Tee beeindrucken. Der Reigen beginnt bei herb fruchtig, nach Beeren, opulentem Frucht-Süß-Säure-Spiel bis hin zu einem exotischen Flair.
Darüber hinaus kann Tee in die fünfte Geschmacksdimension vorstoßen: umami. Ein herzhafter, würziger, fleischiger Geschmack, der neben dem bekannten süß, sauer, salzig und bitter immer mehr Liebhaber findet.
Und wahrscheinlich die unglaublichste Art: Tee kann wie uralter Whiskey oder Cognac mit holzigen, warm-erdigen bis torfigen und selbst rauchigen ‘smoked‘ Aromen faszinieren.

Insgesamt bietet Tee an die 3.000 verschiedene Teesorten. Die dazu gehörenden natürlichen Aromen sind unzählbar – die Kombinationen erst recht. In Summe kann man sagen, dass Tee nahezu alle Geschmäcker dieser Erde bietet.

15 Stunden Meditation: Tee verleiht Gelassenheit und Energie.

Eine Frage der Energie: Tee oder Kaffee?


Trinkt man einen Kaffee schnellt die Energiekurve steil nach oben. Kaffee kickt. Nach dem Hoch fällt der Energiepegel jedoch schneller wieder ab. In meiner Zeit als Kaffeetrinker war dieser Down-Effekt zuerst nur durch noch mehr Kaffee aufzufangen. Danach half einzig mehr Kaffee plus Extra-Zucker. Mit der Konsequenz eines verstimmten Magens, einer nervösen Unruhe und ein paar Zusatz-Kilos, die nicht hätten sein müssen.
Das Koffein vom Tee (Teein genannt) entwickelt sich etwas langsamer und hält bedeutend länger. Die Wirkung von Tee bleibt lange stetig gleich und fällt nicht abrupt ab, sondern schleicht angenehm aus – ohne weitere Nebenwirkungen. Belebenden Tee kann man den ganzen Tag genießen. Man bleibt angeregt ‘und‘ gelassen, ist gleichzeitig konzentriert und souverän.
Kein Wunder, dass buddhistischen Mönche während ihrer tage- und wochenlangen Meditationen Tee trinken – und keinen Kaffee. Vom mentalen Standpunkt aus lässt sich feststellen:
Kaffee verhält sich zu Tee wie der 100-Meter-Sprinter zum Marathonläufer.

Tee oder Kaffee: der Medizin-Check


Tee im Allgemeinen und vor allem grüner Tee sowie Matcha ist reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen.
Grüner Tee unterstützt die Leistung des Gehirns, fördert die Fettverbrennung und kurbelt allgemein den Stoffwechsel und die gesamte Leistungsfähigkeit an. Antioxidantien sollen positiv bei Herz-Kreislauferkrankungen, Übergewicht, Diabetes Typ2, Schlaganfällen sowie Alzheimer wirken. Auch Zahnärzte und Kieferchirurgen schätzen Tee: Tee begünstigt eine gesunde Mundflora, schützt das Zahnfleisch und beugt gegen Karies vor.
Und die wissenschaftliche Forschung vermutet, dass grüner Tee allgemein das Leben verlängert. Die Langzeitstudien laufen hier noch, die brauchen etwas länger.
Kaffee wird auch die eine oder andere gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Aussagekräftige Studien mit besonders gesundheitsfördernden Eigenschaften liegen zu Kaffee jedoch nicht vor.

Tee oder Kaffee? Die Diagnose ist eindeutig: Der Medizin-Check geht zu Null an den Tee.

Ist Kaffee exklusiver als Tee?


Bei über 3000 verschiedenen Teearten findet jeder seinen Lieblingstee. Passionierte Tee-Genießer achten und schätzen ähnliche Kriterien wie Weinliebhaber.

Die Lage des Teegartens charakterisiert den Geschmack. Der Tee wird beeinflusst vom (Mikro-) Klima, dem Terroir sowie Sonnen- bzw. Schattenstunden. Pflückung, Verarbeitung, Reifung und Lagerung sowie Jahrtausende altes Wissen und Erfahrung erschaffen aus den einzelnen Teesorten einzigartig raffinierte Köstlichkeiten.
Pu Erh, zum Beispiel ist wie die Champagne eine weltweit geschützte Regionsbezeichnung rund um die Stadt chinesische Stadt Pu Erh. Einige Teebäume dort sind über eintausend Jahre alt. Die Pu Erh-Tees selbst reifen teilweise über Jahrzehnte und werden hoch gehandelt. 9.000,- Euro/kg sind keine Seltenheit.

Die weltweit exklusivste Kaffeesorte, der ‘Kopi Luwak – Katzenkaffee‘, zu einem Preis von rund 1.000,- Euro/kg könnte man dagegen als Schnäppchen bezeichnen.

Auf dem freien Markt, wo Angebot und Nachfrage entscheiden, wird Tee um ein Vielfaches gehandelt.

Genuss im Alltag


Der Kick zum Frühstück. Oder für zwischendurch - Jetzt brauche ich erst mal einen Kaffee -, versinnbildlicht anschaulich, dass Kaffee eher im Moment genossen wird und etwas für den kurzen Augenblick ist.
Tee hingegen ist Genuss für den gesamten Tag. Durch die Aufbrüh- oder Ziehzeit lässt sich jeder Tee im Geschmack und in der Wirkung Tasse für Tasse ‘modulieren‘. Belebung, Beruhigung, Einschlafhilfe und auch die Verdauung kann durch eine Schale mit dem richtigen Tee beeinflusst ‒ ja fast gesteuert ‒ werden.
Das macht Tee zu dem idealen Begleiter durch den gesamten Tag, der in jeder Situation für Wohlbefinden sorgt und die gewünschte Stimulanz (beruhigend oder anregend) bietet.

Menschen, die Kaffee vor allem wegen des Kicks und des Koffeingehalts trinken, kann schwarzer Tee, grüner Tee und im Besonderen weißer Tee mehr als empfohlen werden. Diese zeichnen sich durch mindestens ähnlich hohe Koffeinwerte wie Kaffee aus – einzelne Teesorten bieten sogar mehr als doppelt so viel Koffein.

Koffeingehalt in Zahlen*:


Kaffee Robusta
1,5 – 3,0 %
Kaffee Arabica
1,2 – 1,5 %

Schwarzer Tee
1,3 – 4,0 %
Grüner Tee
0,1 – 5,9 %

Matcha (Grünteepulver)
1,7 – 3,9 %
Weißer Tee Silverneedle
5,2 – 6,2 %

(*Angaben Koffeingehalt in % Trockenmasse)

Kaffee oder Tee? Tee.

Von Kaffee zu Tee. Von Gewohnheiten zu Vorlieben.


Wer jetzt neugierig geworden ist und die Wirkung von Tee einmal probieren möchte, dem sind Assam-Tees, wie z.B. die Ostfriesen-Teemischungen (Assam broken) ans Herz gelegt. Diese Teesorten wirken sehr belebend, wenn sie mit 100 Grad aufgegossen werden und 3 bis 4 Minuten ziehen. (Ab der 5. Minute setzt die beruhigende Wirkung ein.)

Die rotgoldenen bis goldbraunen Teesorten verwöhnen mit malzigen, herb süßen bis honigartigen Aromen. Jeder einzelne Schluck umschmeichelt den Gaumen. Kräftige Harmonien und weiche, vollmundige Fülle vereinigen sich zu einer satten Eleganz. Seine kaffeetypischen Gewohnheiten kann dabei jeder beibehalten.
Die Teesorten harmonieren außergewöhnlich fein mit Milch, Milchschaum sowie Zucker oder Honig. Je nach persönlicher Lebensart und Vorliebe kann Assam-Tee mit Kuh-, Reis-, Hafer-, Mandel- und Sojamilch zu Latte, Macchiato, Galão oder zu Thé au Lait werden. Darüber hinaus wird Assam-Tee gerne mit Zitrone oder mit Sahne getrunken. Tee offenbart sich damit um einiges vielfältiger und besser kombinierbar als Kaffee.

Tee oder Kaffee – abschließendes Fazit:


Über guten Geschmack lässt sich nicht streiten, sagt man. Meine Kaffee-Tee-Odyssee ist zu Ende.
Meine Reise in den Tee und durch die Teesorten hingegen hat gerade erst begonnen: Es gibt noch viel zu entdecken, zu kosten, zu genießen … es lohnt sich also immer wieder mal vorbei zu kommen.

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